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    Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel

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    U von Schreckenstein

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    Registriert: Fr 28. Jun 2013, 17:08

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    Beitrag So 23. Feb 2020, 14:22 von U von Schreckenstein

    Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel

    Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel




    RECHTLICHER HINWEIS:

    Auf Grund des historischen Sachbestandes ist es nicht zu vermeiden, dass in dem verwendeten Bildmaterial auch die Abzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen auftauchen.
    Bezugnehmend auf § 86 und § 86a des StGB machen die Autoren darauf aufmerksam, dass diese ausschließlich im Sinne § 86 Absatz 3 Verwendung finden.

    Jegliches Anfertigen von Kopien zwecks propagandistischer Verwendung ist hiermit ausdrücklich untersagt.




    Ein Traum der Menschheit geht in Erfüllung, die Eroberung des luftigen Himmels, über allem schweben, das die Bindung zur Erde nicht verlieren kann. Schon früh erkannte man das archimedische Prinzip nachdem ein Körper, aus Materialien schwerer als Wasser auch schwimmen konnte wenn nur genügend Luft, leichter als Wasser, in seinem Volumen existierte.
    Das aerostatische Prinzip wurde erst im Laufe des 18. Jahrhunderts erkannt, da man sich nicht vorstellen konnte etwas leichteres als Luft zu finden. Das Prinzip besagt das warme Luft leichter ist als kalte Luft.
    Zu Beginn des 18. Jahrhunders wurden schon Abhandlungen über leichte fliegende Hohlkörper geschrieben und Könige mit den gefährlichen Papierballonen entzückt, die die Luft im Ballon mittels einer Kerze erhitzten und damit aufsteigen ließ. Ein muß am königlichen Hof, neben dem nächtlichen Feuerwerk auch hunderte von flackernden Sternen aufsteigen zu sehen.

    1. Montgolfière
    Montgolfière, im Deutschen Freiballon, ist der Name des ersten Heißluftballons, benannt nach den französischen Erfindern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier. Er bestand aus bunten zu einer Kugel zusammengenähten Leinwandsegmenten die zusätzlich durch ein Netz aus Schnüren in Form gehalten wurden. Damit die, durch anzünden von Stroh und Wolle erhitzte Luft nicht direkt durch das Leinen entwich hatten die Söhne eines Papierfabrikanten die Innenseite des Ballons mit dichtem Papier beklebt.
    Nachdem am 4. Juni 1783 das staunenden Publikum ihrer Heimatstadt Annonay das Schauspiel, des in 300 m Höhe steigenden Ballons bewundern konnte. Schon am 19. September 1783 startete, vor den Augen von König Ludwig XVI. und Königin Marie Antoinette vom Schloss Versailles aus, eine Montgolfière mit drei Tieren zu einer 12 minütigen Fahrt über einige Kilometer, die die Überlebensmöglichkeit von Lebewesen in größeren Höhen bewies. Für diesen Test wurden in späteren Tagen ebenfalls Tiere als Testobjekte bei der Eroberung des Weltraums eingesetzt. Bereits am 21. November 1783 starteten Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d’Arlandes zur ersten freien Ballonfahrt der Menschheitsgeschichte über den Dächern von Paris.

    2. Freiballone und Luftschiffe in Frankreich
    Schon 1766 entdeckte der Engländer Henry Cavendish, daß der brennbare Wasserstoff leichter als Luft war. Dies machte sich nach einigen eigenen Experimenten dazu der französische Professor Charles am 27. August 1783 zunutze und füllte eine 4m Kugel aus gummierten Seidenbahnen mit Wasserstoff. Das Experiment gelang und schon am 1. Dezember 1783 stieg eine 9 m Version mit zwei Personen besetzt in Versailles zu einer zweistündigen Fahrt auf. Dieser Gasballon verfügte schon über alles was wir auch heute an einem modernen Gasballon finden, ein Netz zur Stabilisierung der Hülle, ein Korb für die Ballonfahrer, ein Ventil zum Ablassen des Gases, ein Barometer, Ballast und einen Anker.
    Schnell wurde der Nutzen der Freiballone als Aufklärungsmittel entdeckt. Am 2.April 1794 wurde die erste Luftschifferkompanie aufgestellt und diese zwei Monate später gegen die Östereicher bei Maubeuge und später bei der Schlacht bei Fleurus am 26.06.1794 erfolgreich eingesetzt. Die Vorstellung Napoleons von einem beweglichen Krieg widersprach der material- und zeitaufwendigen Bereitstellung von Freiballonen und der militärische Einsatz führte fortan ein stiefmütterliches Dasein.
    Bedingt durch die Bereitstellung von komprimiertem Wasserstoff in Gasflaschen, einer aerodynamischen Bauform, Steuerelementen und einem Antrieb erwachte das Interesse an einem lenkbaren Fesselballon wieder.
    Im von den Deutschen belagerten Paris erlangten die Freiballons wieder eine kurze Renaissance. Mit ihnen wurden Personen, Post und Depeschen ausgeflogen. Die Deutschen hatten den Einsatz ihrer Freiballons wegen ihrer diesbezüglichen Nutzlosigkeit eingestellt.
    Nach dem Kriege wurde der Einsatz der französischen Feldluftschiffer-Einheiten im Rahmen der Kolonialfeldzüge Indochina 1884, Madagasar 1895 und China 1900 noch verfeinert. Im Jahre 1901 wurden die Kompanien zu einem Bataillon gut ausgebildeter Luftschiffer, mit dem Standort Versailles umstrukturiert.

    3. Luftschiffertruppe in Preussen
    Der Aufbau einer Luftschiffertruppe in Deutschland begann 1884 mit einer Versuchsstation auf Anregung eines Vereins zur Förderung der Luftschifffahrt. Mit einen Freiballon von gut 13 m Durchmesser wurden die Möglichkeiten der Artilleriebeobachtung, Geländephotographie, Signalübermittlung und Gefechtsfelderkundung ausführlich getestet und für gut befunden. Die neu gegründete Luftschiffer-Einheit wurde dem Chef des Generalstabs der Armee unterstellt und nahm, nach der Verbesserung der Reaktionszeit für den Aufbau, an den Kaisermanövern teil.
    Ebenfall 1901 wurden, wie die Franzosen, die Luftschiffer zu einem Bataillon in Berlin zusammengefasst und beim Herero Aufstand in Deutsch Südwest mit mehreren Fesselballonen als Funktelegraph eingesetzt.

    4. Lenkbare Luftschiffe
    Das Konzept des lenkbaren Luftschiffes war klar, nur fehlte ein brauchbarer Antrieb. Wegen der Aerodynamik wurde die Zigarrenform gewählt, vorne spitz und hinten eiförmig. Auf eine gute Lastverteilung wurde geachtet und ein großer Propeller zum Antrieb und ein Seitenruder zur Steuerung an die Gondel gebaut. Leider hatten Batterien nur ein geringes Leistungsgewicht und es waren keine Geschwindigkeiten über denen eines Fußgängers erreichbar. Die ersten Benzinmotoren von Daimler hatten zwar mehr Leistung, vertrugen sich aber mit dem ausströmenden Wasserstoff im Sinkflug nicht so gut.

    5. Graf Ferdinand von Zeppelin ( 1838 - 1917 )
    Der Graf wurde als Hauptmann im Krieg ( 1870 bis 1871 ) gegen Frankreich Augenzeuge der Freiballons mit Passagieren und Depeschen, die das belagerte Paris auf dem Luftweg verließen. Seit 1873 setzte sich die Idee ein eigenes Luftschiff zu konzipieren in ihm fest. Bis 1895 versuchte er den Militärs als potente Geldgeber das Projekt schmackhaft zu machen wurde jedoch allseits mit seinem Anliegen abgelehnt. Im Jahre 1898 gründete der Graf die "Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt", zu der er selber über 400.000 Mark zu dem Stammkapital von 800.000 Mark beisteuerte und vom würtembergischen König erhielt er eine Schenkung über ein geeignetes Baugelände in Manzell nahe Friedrichshafen. Dort nahm die LZ 1, das erste Luftschiff von Zeppelin unter der fachkundigen Leitung des Ingenieurs Hugo Kübler Gestalt an. Eine 128 Meter lange Zigarre mit einem Durchmesser von 11,25 Metern. Die Jungfernfahrt unter dem Beisein von In- und Ausländischer Prominenz fand am 2. Juli 1900 statt. Dabei wurde es auf einem Floß, von einem Schlepper auf den Bodensee hinaus gezogen und startete seinen 18 minütigen Flug mit fünf Personen an Bord und landete auf dem Wasser. Die wohlwollend gestimmte Presse schrieb von einer gelungenen Vorführung, die beteiligten Militärs äußerten jedoch recht kritisch, gaben jedoch die Empfehlung weitere Aktionen mit der Luftschiffertruppe zu unterstützen. Mehrere Verbesserungen brachten das Luftschiff mit zwei Daimler Motoren von je fast 15 PS auf 8 km/h. Die Luftschiffertruppe unter Hauptmann von Sigsfeld unterstützte mit gut 250 Gasflaschen die Befüllung der Gaszellen und managte ebenso die Ausfahrt, sowie die Rückkehr in die Halle. Sein anschließendes Fazit der Tauglichkeit fürs Militär war leider niederschmetternd. Wilhelm II verlieh dem Graf von Zeppelin den "Roten Adlerorden", wies eine kleine Entschädigung für seine Bemühungen an, sprach Ihm seine höchste Anerkennung aus und stellte Ihm die weitere Hilfe der Luftschiffertruppe in Aussicht. Ende des Jahres musste er Insolvenz anmelden.

    6. Heeresluftschiffwesen in Deutschland und Frankreich ( 1905 bis 1909 )
    Machtbestrebungen und wirtschaftliche Interessen zwischen Deutschland, Österreich-Ungarrn, Italien und Frankreich, Großbritannien, Russland entfachten 1905 die erste schwerwiegende Krise zwischen dem Dreibund und der Entente die, beschleunigt durch die rasende Entwicklung der Luftfahrt, zu einem Wettrüsten führte.
    In Frankreich erlosch das Interesse an spektakulären Kunststücken von Luftschiffen nie und die Umrundung des Eifelturms mit einem steuerbaren Luftschiff, die dem Konstrukteur 100.000 Franc einbrachte, veranlasste viele Erfinder und Geschäftsleute dazu in Luftschiffe zu investieren. Die stete Entwicklung rief letztendlich auch das französische Militär auf den Plan, um die Grenze zu Deutschland und ihre Festungen mit weitreichenden, aktuellen Aufklärungsergebnissen zu schützen, eine Aufgabe die bisher der Kavallerie zufiel.
    Das konservative deutsche Militär verschlief die Entwickung der Luftschiffe, wie später auch die der Panzerwaffe. Erst als die Franzosen großspurig in ihren Zeitungen von der wunderbaren Möglichkeit berichteten, den Deutschen aus großer Höhe in ihre Wohnzimmer zu schauen, wies Wilhelm II den Kriegsminister und Generalstabschef an das französische Luftschiffwesen zu analysieren.
    Die Vorteile der Aufklärung aus großer Höhe lagen auf der Hand und die preiswerteste Methode die gegnerischen Luftschiffe zu bekämpfen war es eine Artillerie mit Sprenggeschossen für große Höhen zu entwickeln. Wenn der Kaiser Luftschiffe favorisiert, geben wir Ihm Luftschiffe und lassen die Forschung in Richtung Flugzeug erstmal außen vor. Eigene Luftschiffe sollten in einer Werft gebaut werden und nicht nur zur Aufklärung sondern im Kriegsfall, nach Meinung des Grafen Zeppelin, auch als Bomber gegen die gegnerischen Festungen eingesetzt werden.
    Der Schlieffenplan ging von einem schnellen Sieg im Westen aus, wobei das französische Feldheer in einer groß angelegten Umfassungsoperation eingekesselt, zur Aufgabe gezwungen oder vernichtet werden sollte. Danach sollten die deutschen Truppen den Feind im Osten schlagen. Zur Erkungung der Aufmarschwege Frankreichs waren Aufklärungsmittel nötig, die Deutschland noch nicht besaß.
    Nachdem die Richtung Motorluftschiff festgelegt war gab es die Wahl zwischen Prall-Luftschiffen, halbstarren Luftschiffen und starren Luftschiffen nach Art eines Zeppelins.
    Die Prall-Luftschiffe, aufgebaut wie ein Freiluftballon, ließen sich einfach transportieren und aufbauen. Die Hülle jedoch musste den Druck aushalten und wurde aus mehreren Lagen versiegeltem Stoff gefertigt und schwer. Die Steuerung erfolgte aus der darunterhängenden Gondel. Bei Druckverlust verhielt sich das Ganze wie ein Blatt im Wind.
    Das halbstarre Luftschiff war ein Freiballon mit Stahlskelett im Inneren, an dem die Steuerelemente besser montiert werden konnten als an einer Stoffhaut, auch verlor es seine Form bei Druckabfall nicht.
    Das starre Luftschiff ließ sich gar nicht mehr einpacken, es musste schon selber fliegen, sollte ein Ortswechsel erfolgen und benötigte eine Halle gegen Wind und Wetter. Die Hülle, nur eine aerodynamische Verkleidung, konnte relativ dünn gehalten werden, denn die tragenden Gaszellen waren mit dem Stahlgerüst verbunden. Eine Wartung während des Fluges war zwar aufwändig, aber durchführbar. Schwierig allein war es, die große Fläche des Luftschiffes beim manöverieren in uns aus der Halle, vor starken Winden zu schützen.
    Das unstarre Luftschiff Parseval schaffte es im Jahre 1906, das Militär, die Industrie, die Banken und letztlich auch die Bevölkerung wieder für die Luftschifffahrt zu begeistern. Ein Jahr später folgt das erste für den militärischen Einsatz brauchbare halbstarre Luftschiff System Groß Basenach. In der Zwischenzeit versuchte Graf Zeppelin Geld für ein verbesssertes Luftschiff ( LZ 3 ) zu bekommen, doch die Militärs lehnten ab. Erst private Investoren ermöglichten den Bau und das Glück blieb Ihm hold. Der öffentliche Auftritt des gewaltigen Luftschiffes und gutes Wetter während der Fahrten am Bodensee mobilisierte das staunende Volk und die Presse. Selbst Major Groß, Kommandeur des Luftschiffer-Bataillons und bisheriger Verfechter des halbstarren Luftschiffes sah im Zeppelin größere Entwicklungschangen und schrieb einen Bericht an seine Vorgesetzten, vielleicht doch noch einen Blick auf den Zeppelin zu riskieren. Einige kluge Schach- und Winkelzüge später arbeitete Graf Zeppelin sich im Militärapparat zum Chef des Generalstabs der Armee von Moltke vor. Zur Tarnung der deutschen Luftrüstung wurden Geldmittel nicht aus dem Etat der Heeresrüstung, sondern aus dem des Reichsamtes der Inneren bereitgestellt. Ein weiterer Vorteil bestand darin, daß die Verantwortlichen des Reichsamtes des Inneren keine Ahnung von den militärischen Erfordernissen hatten und jede Einmischung des Heeres vom Reichskanzler unterbunden wurde. Die vom Militär geforderten Kriterien wurden ohne Nutzlast zu denkbar günstigsten Bedingungen wie Flughöhe und Rückenwind bestätigt.
    Mit der LZ 3 wurden 1907 erfolgreiche Probefahrten unternommen, doch als die verantwortlichen Stellen die erforderlichen Fahrten für den Leistungsnachweis durchgeführt haben wollten redete der Graf sich heraus. Der Leistungsnachweis könne nur mit einem größeren Luftschiff erbracht werden. Der Graf bekam eine Entschädigung, ein erklägliches Sümmchen für den Neubau und für den Ankauf von LZ 3 und LZ 4 durch das Reich insgesamt 2.5 Millionen Mark.
    Ein Jahr später wurde die LZ 4 fertiggestellt und absolvierte alle Probefahrten erfolgreich nur der Leistungsnachweis war noch nicht erbracht. An seinem 70. Geburtstag wurde der Graf mit Ehrungen überhäuft und nach mehreren Fehlversuchen startete am 4. August 1908 ein weiterer Versuch.
    Zuerst ging die Fahrt Richtung Konstanz, dann Schaffhausen, Basel und am Rhein entlang nach Straßburg. Die Motoren wurden zu heiß und mussten kurzzeitig abgestellt werden. Dadurch stieg LZ 4 und Traggas wurde abgeblasen, dann über dem kühlen Rhein sackte das Luftschiff durch den verringerten Auftrieb durch und Wasser wird abgelassen. Weiter ging es nach Mannheim und Worms wo wiederum die Motoren abgestellt werden mussten. Nichts gelernt und das Fehlverhalten wiederholt sich. Das Luftschiff steigt und Traggas wird abgelassen. Jetzt streikt auch noch der vordere Motor beim wiederanlassen, das Luftschiff fällt auf 400m und kann durch ablassen von Wasser gerade noch abgefangen werden. Jetzt wird es hecklastig und macht kaum noch Fahrt, zumal es wieder über dem kühlen Rhein schwebt. In der Nähe von Oppenheim kommt es zur, durch den Grafen befohlenen Wasserung von LZ 4 auf einem Seitenarm des Rheins und wird gesichert. Alles nicht gebrauchte Material und überzählige Personen werden von Bord geschafft und noch in der Nacht wieder gestartet und bald darauf der Wendepunkt Mainz erreicht.
    Zurück gehts nach Friedrichshafen. Knapp hinter Mannheim gibt der vordere Motor seinen Geist ganz auf und dann kommt auch noch Seitenwind auf. Ein Teil der Motorleistung stemmt sich gegen den Seitenwind und viel Zeit vergeht bis Stuttgart. Ein hinterer Motor bedarf der Wartung und das Luftschiff treibt wie ein Blatt im Wind nach Norden und steigt unaufhörlich. Traggas wird abgeblasen und nach einer Weile tuts der hintere Motor wieder, doch in diesem Zustand sieht der graf ein das Friedrichshafen so nicht zu erreichen ist und landet auf einer Wiese bei Filderstadt. Das Material zur professionellen Verankerung des Luftschiffes wurde leider in Oppenheim zurückgelassen und im Moment reichen da auch hunderte von helfenden Händen, das frei schwebende Luftschiff zu bändigen. Der Graf verlässt die Landestelle um mit der Presse zu sprechen und Hilfe zu ordern.
    Am Nachmittag kommen Sturm und Gewitter auf, da ist das Luftschiff mit Menschenkraft nicht mehr zu halten und es schwebt majestätisch davon. Zwei noch an Bord befindliche Monteure können in einer Höhe von über 1000m nur noch die Traggasventile voll öffnen und Wasserstoff abblasen. Schnell sinkt das Luftschiff wieder, wird über den Boden geschleift und bleibt an einigen Bäumen hängen. Die dabei entstandene elektrostatische Aufladung des Schiffskörpers und der Wasserstoff gingen unter den Augen der Schaulustigen eine zündende Verbindung ein.
    Ein Feuerball, die Hitzewelle schwappt über die Schaulustigen, das Traggas brennt ab und hinterlässt ein Aluminiumgerippe.
    Wer glaubt dies sei das Ende wird enttäuscht. Eine weitreichende Spendenaktion wird von den begeisterten Menschen angekurbelt. Die Presse springt auf den Zug auf und propagiert landesweite Spendenaktionen und den Grafen zum Nationalhelden. Luftfahrtbegeisterte und Großindustrielle spenden und insgesamt kommen über eine Million Mark zusammen. Bevor sich der Behördenapparat auf geheiss des Kaisers um die sinnvolle Verwaltung der Spenden kümmern kann, hat der Graf bereits mit großem Rückhalt der Öffentlichkeit und Medien eine Stiftung gegründet.
    Die Reichsleitung unter der Führung von Kronprinz Wilhelm träumt von der Luftherrschaft Deutschlands.

    harte arbeit...


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    Beitrag So 23. Feb 2020, 15:20 von asuser

    Re: Luftschiffe erobern den Himmel

    Supi, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Flugwesens.
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    Kanthe

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    Beitrag Mo 31. Mai 2021, 08:22 von Kanthe

    Re: Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel

    So, wollen wir hier in der Bibliothek auch mal wieder ein bisschen Bewegung hereinbringen.

    Ulli, wie sieht das hier aus mit dem Thema? Kommt da noch was vom Text her?
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    U von Schreckenstein

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    Beitrag Mo 31. Mai 2021, 12:39 von U von Schreckenstein

    Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel

    Da noch 18 Stichpunkte nicht gelöscht sind und ich im Buch auf Seite 52 von 203 bin, dauert es noch was bis ich mal wieder Zeit finde ein paar Seiten zusammenzufassen.
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    Kanthe

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    Kanthes Orden

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    Beitrag Mo 31. Mai 2021, 13:11 von Kanthe

    Re: Freiballone und Luftschiffe erobern den Himmel

    Achso, alles klar. War nur eine Frage. :)

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